Veröffentlicht am: Stellungnahme
Einsatz des meteorologischen Präprozessors für SODAR-Daten MPS in Verbindung mit dem DFK - Modell
Stellungnahme der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 152. Sitzung der SSK am 23./24. April 1998
Abstract
Die Deutsch-Französische Kommission (DFK) für Fragen der Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen hatte vorgeschlagen, ein zwischen Frankreich und Deutschland abgestimmtes Ausbreitungsmodell mit einer gemeinsamen Turbulenzparametrisierung zu entwickeln. Dieses Modell sollte in Deutschland in geeigneten Systemen, z.B. dem Kernreaktor-Fernüberwachungssystem (KFÜ) oder dem Expertensystem RESY/RODOS eingesetzt werden. Dieser Einsatz setzt voraus, daß erforderliche Eingabeparameter für das Ausbreitungsmodell aus den Daten der meteorologischen Standort-Instrumentierung der entsprechenden kerntechnischen Anlage berechnet werden können.
In ihrer Stellungnahme vom 21./22. Oktober 1995 hatte die Strahlenschutzkommission daher u. a. empfohlen "neben dem Präprozessor für die üblichen Meßdaten vom meteorologischen Mast umgehend einen Präprozessor für SODAR-Daten zu entwickeln". Die Ergebnisse eines durch das BMU daraufhin in Auftrag gegebenen Forschungsvorhaben "Weiterentwicklung des DFK-Ausbreitungsmodells, Meteorologischer Präprozessor für SODAR-Daten (MPS)" wurden im Rahmen eines Fachgespräches diskutiert. Die in diesem Rahmen gehaltenen Vorträge sind als Bericht der Strahlenschutzkommission (Heft 16) erschienen. Auf der Grundlage dieses Berichtes empfiehlt die Strahlenschutzkommission, den meteorologischen Präprozessor zur Aufbereitung von SODAR-Meßdaten als Eingabe für das DFK-Modell zu nutzen, eine weitere intensive Erprobung und Validierung des Präprozessors vorzunehmen und nach dem Vorliegen der nötigen Erfahrungen eine Optimierung des meteorologischen Präprozessors für SODAR-Daten durchzuführen.
Anmerkung: Das DFK-Ausbreitungsmodell wird heute weder in Frankreich noch in Deutschlend verwendet.