Veröffentlicht am: Stellungnahme
- Medizinische Strahlenexposition
Digitale Mammographie in der kurativen Anwendung und im Screening
Stellungnahme der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 197. Sitzung der SSK am 16./17. Dezember 2004
Veröffentlicht im BAnz Nr. 68 vom 12. April 2005
Abstract
Eine Reihe von Studien, die in den letzten Jahren zum direkten Vergleich von konventioneller Film-Folien-Mammographie und digitaler Mammographie in der kurativen Diagnostik durchgeführt wurden, deutet vor allem wegen der besseren Niedrigkontrastauflösung darauf hin, dass die digitale Mammographie als Ersatz der Film-Folien-Mammographie angesehen werden kann. Insbesondere neuere Entwicklungen bei den Festkörperdetektoren besitzen das Potenzial einer Dosisreduktion bei Wahrung der diagnostisch notwendigen Bildqualität.
Die SSK befürwortet in ihrer Stellungnahme den Einsatz der digitalen Mammographie in der kurativen Diagnostik, wobei deren Einsatz im Vergleich zur Film-Folien-Mammographie nicht mit einer höheren Patientenexposition verbunden sein darf. Als wichtige Voraussetzungen für eine strukturierte Einführung der digitalen Mammographie in das Screeningprogramm in Deutschland werden die frühzeitige Implementierung eines „digitalen“ Referenzzentrums durch die zuständigen Stellen des Screeningprogramms und die Sicherstellung einer gesonderten Evaluation der „digitalen“ Screening-Einheiten sowie des „digitalen“ Referenzzentrums angesehen.
Diese Stellungnahme ist in Band 58 der Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission enthalten.