Veröffentlicht am: Stellungnahme
- Medizinische Strahlenexposition
Zusammenfassung und Bewertung der SSK-Jahrestagung 2010: Medizinischer Fortschritt und Strahlenschutz
Stellungnahme der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 248. Sitzung der SSK am 14./15. Arpil 2011
Veröffentlicht im BAnz Nr. 168 vom 09. November 2011
Abstract
Auf ihrer Jahrestagung 2010 hat sich die SSK mit neuen Entwicklungen der diagnostischen und therapeutischen Verfahren befasst. Sie sieht es als eine wichtige Aufgabe an, diese permanent zu begleiten, um einen optimalen Strahlenschutz von Patienten und Personal einzufordern.
In drei Themenblöcken wurden neue Entwicklungen und Probleme bei
- bildgebenden Verfahren in der Diagnostik,
- Produktion und Anwendung von Radionukliden sowie
- neuen Therapieverfahren
vorgestellt und diskutiert. Den Abschluss bildete der Besuch der Schwerionentherapieanlage HIT der Universität Heidelberg.
In ihrer 248. Sitzung hat die Strahlenschutzkommission (SSK) eine Stellungnahme zu den Ergebnissen ihrer Jahrestagung 2010 abgegeben in der sie hervorhebt, dass sie sich im vergangenen Jahrzehnt insgesamt 46 Mal zu Fragen der Anwendung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung geäußert hat. Sie misst dem Strahlenschutz in der Medizin einen hohen Stellenwert bei, zumal die medizinisch-diagnostische Strahlenexposition der Bevölkerung mit Abstand die höchste zivilisatorische Strahlenexposition darstellt und in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist. In diesem Sinne soll die erarbeiteten Stellungnahmen, vor allem die Orientierungshilfe zur Anwendung bildgebender Verfahren in der Medizin dazu beitragen, unnötige und nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechende medizinische Maßnahmen zu vermeiden und gleichzeitig den Nutzen für den Patienten zu gewährleisten.
Die Stellungnahme der Strahlenschutzkommission, wurde in der 248. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 14./15. April 2011 verabschiedet.